Die Doktorarbeit von Craig Wright aus dem Jahr 2017 ist angeblich voll von Plagiaten.

Craig Wright, der selbsternannte „Satoshi Nakamoto“, stellt häufig seine akademischen Referenzen zur Schau. Eine kürzlich durchgeführte Untersuchung hat jedoch ergeben, dass seine Doktorarbeit gefälscht ist. Dem Bericht auf The News Spy zufolge ist „ein substanzielles, vorsätzliches Plagiat auf mindestens dreißig Seiten von Wrights Dissertation vorhanden“.

Gefahr von Hackern auf The News Spy

Angebliches Plagiat

Wrights Doktorarbeit trug den Titel „The Quantification of Information Systems Risk: A Look at Quantitative Responses to Information Security Issues“.

Insgesamt sind mindestens dreißig Seiten in Frage gestellt, und fast das gesamte Kapitel 6 ist dem Bericht zufolge angeblich ein Plagiat. Wright war angeblich in der Lage, durch das Ersetzen von Synonymen Plagiatserkennungswerkzeuge zu umgehen. In einem Beispiel schreibt Wright:

„Bei der Konstruktion jedes Entscheidungsbaum-Modells verwendet eine einzelne zufällige Teilmenge des Trainingsdatensatzes eine zufällige Teilmenge der präsentierten Variablen, um zu entscheiden, wo der Datensatz an jedem Knoten aufgeteilt werden soll.

In der Originalquelle, die 2004 veröffentlicht wurde, heißt es

„Beim Aufbau jedes Entscheidungsbaummodells auf der Grundlage einer anderen zufälligen Untermenge des Trainingsdatensatzes wird eine zufällige Untermenge der verfügbaren Variablen verwendet, um zu entscheiden, wie der Datensatz an jedem Knoten am besten zu partitionieren ist.

Wie Paintedfrog schreibt, „hat er sich in fast allen Fällen nicht einmal die Mühe gemacht, die Satzreihenfolge zu ändern“.

Der Medium-Post vergleicht andere Screenshots von Wrights Doktorarbeit und den plagiierten Quellen.

Wright hat bis zum Redaktionsschluss nicht auf die Anschuldigungen reagiert.

Bemerkenswert ist, dass Wright im Oktober behauptete, Satoshi Nakamoto habe seine These in einem offensichtlichen Freudschen Versprecher plagiiert.

Eine vernichtende Anschuldigung

Der Vorwurf des Plagiats ist der jüngste in einer langen Reihe von Vorwürfen, die gegen Craig Wright, den Gründer von Bitcoin SV (BSV), erhoben wurden.

Wright ist bekannt dafür, dass er starke Aussagen gemacht hat, um seine Bitcoin Cash-Gabel und sein Profil zu stärken. Zum Beispiel hat er behauptet, dass Bitcoin (BTC) und Bitcoin Cash (BCH) ihm 100 Milliarden Dollar schulden, weil sie „Verträge gebrochen“ haben. Er hat sich zu Protokoll gegeben und behauptet, dass Blockstream ihn gehackt hat, um Dokumente zu fälschen. Im November 2019 behauptete er sogar, er wüsste von einem „kritischen Fehler“ in Bitcoin und Litecoin, den er aufdecken würde. (Das geschah schließlich nie.)

Dass Wright angeblich seine Doktorarbeit plagiiert, ist nichts Ungewöhnliches – er hat eine Vorliebe für seltsame Aussagen und offene Lügen bewiesen. Dieser jüngste Vorwurf ist nur eine weitere Ergänzung zu dem, was wir normalerweise von Wright erwarten können.